Kupfer im Kontakt mit Lebensmittel
Einige Lebensmittel werden während des Produktionsprozesses in Kontakt mit Gefäßen aus Kupferwerkstoffen gebracht. Dieser Kontakt kann zu erhöhten Kupferkonzentrationen im Endprodukt führen. Kürzlich hat das Expertengremium für Lebensmittel-Verpackungsmaterialien und Pharmazieprodukte des Europarates (Council of Europe – CoE) einen Maximalwert für die Migration von Kupfer in Lebensmittel hinein definiert.
Klicken Sie hier um sich die ECI Kommentare zu den CoE Vorschlägen anzusehen.
Die Kommentare des ECI basieren überwiegend auf der freiwilligen Risikobewertung für Kupfer (Copper Voluntary Risk Assessment – Cu-VRA) von 2008. Dieser Bericht war vom Technischen Komitee für Neue und Existierende Substanzen (TC NES) der Europäischen Kommission sowie dem wissenschaftlichen Komitee für Umwelt und Gesundheitsrisiken (SCHER) der Europäischen Kommission geprüft und akzeptiert (peer reviewed) worden. Der Cu-VRA Report sowie seine Begutachtungen sind auf der Website der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) verfügbar. Aus dem Cu-VRA Report geht ein sicherer oberer Grenzwert (safe upper limit – UL) von 0.16 mg/kg Körpergewicht/Tag bzw. von 10 mg/Tag (60 kg) für Erwachsene hervor. Diese Werte erlauben die Ableitung spezifischer Kupfer-Abgabewerte aus Materialien (Specific Release Limits - SRL) für Kinder bzw. Erwachsene.
- Der SRL-Wert von 5 mg Cu/kg Lebensmittel, vorgeschlagen für Plastikwerkstoffe, stellt einen adäquaten Wert zum Schutz der Erwachsenen-Bevölkerung (60 Kg) dar.
- Ein SRL-Wert von 2.6 mg Cu/kg Lebensmittel wurde abgeleitet für Kinder (Altersstufe 1-3 Jahre). Dieser sehr konservative SRL-Wert ist akzeptabel, wenn die Übertragung eines oberen Grenzwertes (UL) von Erwachsenen auf Kinder konsistent für alle Materialien gleich gehandhabt wird. Ein solcher SRL Wert für Kinder wird jedoch nicht für alle Materialien gleich abgeleitet.
Übereinstimmend mit den Kommentaren, welche für Eisen erstellt wurden, wird daher folgender Zusatz vorgeschlagen: Das EVM (Expertengruppe auf Vitaminen und Mineralien) hat festgestellt, dass der Richtwert nicht zum Schutz einer kleinen Minderheit der Bevölkerung mit erhöhter Empfindlichkeit gegenüber Kupfer-Überversorgung dient, deren Ursache in einer unregulierten Kupferaufnahme aus der Nahrung in Verbindung mit der Wilson Krankheit oder anderen metabolischen Fehlfunktionen des Kupfermetabolismus stehen.
Die Ausnahme für “traditionelle Produktionsmethoden”, wie vom Europarat vorgeschlagen, wird immer noch benötigt. (siehe auch „Abgabe durch traditionsgemäße Anwendung, auf welche in Regulation (EC) 1935/2004 Bezug genommen wird, fallen aus dem Geltungsbereich dieses SRL-Wertes heraus)
Klicken Sie hier, um das Kapitel "Effekte für die menschliche Gesundheit" des Berichtes zur Kupfer Risiko Bewertung (2008) anzusehen.
Klicken Sie hier, um sich die Bewertung des TC NES der Europäischen Kommission für das Kapitel "Effekte für die menschliche Gesundheit" des Berichtes zur Kupfer Risiko Bewertung (2008) anzusehen.
Klicken Sie hier, um sich die Bewertung des SCHER der Europäischen Kommission für das Kapitel "Effekte für die menschliche Gesundheit" des Berichtes zur Kupfer Risiko Bewertung (2008) anzusehen.
Klicken Sie hier, um sich die Zusammenfassung der Informationen zum Kupfergehalt in "Traditionellen Produktionsmethoden".
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