Der Kupferverbrauch im Jahr 2006
Im Jahre 2006 wurden in Europa 4.7 Millionen Tonnen Kupfer verarbeitet. Das entspricht 21% der weltweiten Kupfernachfrage oder 10 kg pro Kopf der Bevölkung.
Während der Abbau von Kupfer innerhalb der EU stark zurückgegangen ist, entwickelten sich Polen und Russland auf dem Weltmarkt zu wichtigen Hersteller- und Ausfuhrländern.
Neben dem Umschmelzen von Kupferkonzentraten und Schrotten beschäftigt sich die europäische Kupferindustrie vor allen Dingen mit der Herstellung von so genannten Halbzeugen wie zum Beispiel Walzdraht, Walzblech, Rohren und Profilen und natürlich auch der Verwendung in der weiterverarbeitenden Industrie.
Die Versorgung der europäischen Umschmelzwerke erfolgt rund zur Hälfte über den internationalen Markt. Sie verarbeiten die gekauften Konzentrate, Blister, Anoden und Schrotte in der benötigten Mengen vornehmlich zu Kathoden für die Halbzeugindustrie. Daneben wird heutzutage innerhalb der EU bereits mehr als die Hälfte des Bedarfes durch Recycling von Sekundärmaterial gedeckt. Damit leistet Kupfer einen wichtigen und ständig steigenden Beitrag zur Verwirklichung des Zieles einer nachhaltigen Entwicklung.
Beschäftigung
Im Jahre 2002 beschäftigten die acht europäischen Umschmelzwerke rund 4.000 Mitarbeiter, während in den rund achtzig Halbzeugunternehmen etwa 40.000 Menschen tätig waren.
Berücksichtigt man das breite Anwendungsspektrum von Kupferprodukten, z.B. in Strom- und Datenübertragungskabeln, der Bau- und Automobilindustrie bis hin zur Herstellung von Präzisionsinstrumenten und Uhren, kann man insgesamt von vielen Hunderttausend Beschäftigten sprechen, die tagtäglich mit Kupfer zu tun haben.
Zukunftsaussichten
Innerhalb der EU hat sich die Kupfernachfrage gut im Rahmen der allgemeinen Zuwachsraten der Bruttosozialprodukte entwickelt. In Mittel- und Osteuropa wird auch zukünftig das Wachstum voraussichtlich stärker ausfallen, da dort mehr Investitionen in moderne Technologien und Werkstoffe erfolgen.